APTE®   Apparatetechnik Harald Schönstein GmbH

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Die Kühlung gewinnt bei der Konstruktion von Hydraulikanlagen zunehmend an Bedeutung,

jedoch dürfen bei der Ermittlung eines geeigneten Wärmeübertragers nicht nur die reinen Leistungsdaten berücksichtigt werden. Vielmehr spielen Umgebungs- bedingungen und oft auch gesetzliche Vorschriften eine Rolle. Zur einfacheren Auslegung und Auswahl eines Wärmeübertragers wichtige Tips:

Als Faustregel gilt: Etwa 10 % bis 50 % der elektrisch installierten Leistung einer  Hydraulikanlage geht durch Reibung in z.B. Pumpen, Ventilen, Drosselstellen etc. verloren.

Bei der Übertragung von Energie entstehen immer Verluste. Bei Hydraulikanlagen führen diese Verluste zu einer unerwünschten Erwärmung der  Anlagen. Dadurch kommt es zu einer vorzeitigen Alterung der eingesetzten Hydrauliköle und zu einem verstärkten Verschleiß an den Komponenten der Anlagen. Außerdem läßt die Positionier genauigkeit bei zunehmender Öltemperatur nach. Dies  kann zu Fehlfunktionen der Hydraulik führen.


Effiziente Kühlung entscheidet über Funktion
All dies macht deutlich, daß eine effiziente Kühlung für die Funktion und die Verfügbarkeit einer Hydraulikanlage ebenso wichtig ist wie eine gute Filtration. 
Bei der Auswahl eines geeigneten Wärme

übertragerssind verschiedene Punkte zu beachten. Hierzu können zum Beispiel gehören

 
§ erforderliche Kühlleistung
 
§ verfügbares Kühlmedium
 
§ verwendetes Kühlverfahren
 
§ bauliche Gegebenheiten oder
       gesetzliche Vorschriften

Die exakte Ermittlung der erforderlichen Kühlleistung ist in der Regel relativ aufwendig. Daher geht man normaler weise davon aus, daß etwa 10 % bis 50 % der elektrisch installierten Leistung einer Hydraulikanlage durch Reibung in den Pumpen, Ventilen, Drosselstellen etc. verloren gehen. Diese Verlustleistung muß durch den  Wärmeübertrager wieder abgeführt werden. Sind in dem Gesamt system weitere äußere Wärmequellen vorhanden durch die das Hydrauliköl erwärmt werden kann, so müssen diese auch bei der Festlegung des Kühlleistungs bedarfs berück sichtigt  werden.

Als Kühlmedium steht meist Wasser oder Luft zur Verfügung. Die Wahl des Mediums hängt daher von den örtlichen Gegeben heiten ab. Hinzu kommt, daß durch die Wahl des Kühlmediums auch die späteren Betriebskosten beeinflußt werden.
   Bei der Wahl des Kühlverfahrens unter scheidet man zwischen der Kühlung des rücklaufenden Mediums wie zum Beispiel Öl und der Kühlung in einem

Nebenstromkreis. Die Kühlung im Neben strom hat den Vorteil, daß immer ein konstanter Ölstrom durch den Wärmeübertrager fließt. Dadurch wird das System kontinuierlich gekühlt und gefährliche Druckspitzen, die den Wärmeübertrager beschädigen könnten, vermieden.

Wärmeübertrager werden in der Regel mit Hilfe von Auslegungsprogrammen ausgewählt, die an Hand der vorge gebenen  Betriebsparameter aus einer Reihe von standardisierten Baugrößen einen geeigneten Apparat auswählen. Dabei sind die Wärme übergangszahl, die mittlere Temperaturdifferenz und die erforderliche Austauschfläche von besonderer Bedeutung.


Wärmeübergangszahl
Mit der Wärmeübergangszahl wird der Wärmeübergang zwischen den Medien in einem Wärmeübertrager beschrieben. Sie wird nicht nur von der Wärmeleitfähigkeit und der Viskosität der Medien beeinflußt, sondern  auch von den Strömungsverhältnissen. Damit ist die Wärmeübergangszahl auch von der Konstruktion des Wärmeübertragers abhängig. Vereinfacht kann man sagen, daß sich die Kühlleistung eines Wärmeübertragers bei zunehmender Viskosität verschlechtert, während sie sich bei einer zunehmend turbulenten Strömung verbessert..

Mittlere Temperaturdifferenz
Die mittlere Temperaturdifferenz ergibt sich aus den Eintritts- und Austrittstemperaturen der beiden Medien im Wärmeübertrager. Auch hier gilt, daß sich die Kühlleistung mit zunehmender Temperaturdifferenz verbessert.

Erforderliche Austauschfläche
Die erforderliche  Austauschfläche ergibt sich aus der gewünschten Kühlleistung, der Wärmeübergangszahl und der mittleren Temperaturdifferenz. Sie ist daher auch stark von der Bauform des Wärmeübertragers abhängig. Somit ist ein Vergleich von  Wärmeübertragern unterschiedlicher Bauformen nur an Hand der Austauschfläche nicht möglich.

Fragen zum Kühlmedium
ü Steht Wasser zur Verfügung?
ü Wieviel Wasser kann zur Kühlung verwendet werden?
ü Wie wird das Wasser aufbereitet?
ü Wie hoch ist die Umgebungstemperatur?
ü Welche Lärmpegel müssen eingehalten werden?
ü Wie sauber ist die Umgebung am Kühlerstandort?

Neben den thermodynamischen Anforderungen muß ein Wärmeübertrager  auch bestimmte strömungs- mechanische, schwingungs- und sicherheitstechnische Forderungen erfüllen. Dies hat im Laufe der Zeit zu verschiedenen Bauformen geführt: ...
      
 Martin Schneweis, Universal-Hydraulik. Auszug aus Fluid-Technik 6/99

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