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Zur Kühlung von wassergekühlten Schiffsmotoren können folgende Methoden angewendet werden:
1. direkte Kühlung (1-Kreis) 2. Wärmetauscher (2-Kreis) 3. Aussenkühlung
Die
direkte Kühlung der Zylinder und Zylinderköpfe mit Seewasser ist für alle Motoren mit Ausnahme
von sehr kleinen aus zwei Gründen nicht befriedigend. Erstens läuft dabei der Motor, der wahrscheinlich ursprünglich für Kühlung durch Lamellenkühler ausgelegt war, zu kalt und zweitens ruiniert das Seewasser im Laufe der Zeit Zylinderblock und Zylinderköpfe.
Kielrohrkühlung eignet sich für kleine Boote, die in flachem, verkrautetem oder verschmutztem Gewässer ver kehren; die dazu nötigen Rohrleitungen aussen am Rumpf beschränken ihre Anwendung jedoch ganz erheblich. Die üblichste Methode ist die Zweikreiskühlung, bei der das Seewasser nur mit Komponenten in Berührung kommt, die korrosionsbeständig ausgebildet werden können. Der geschlossene Süsswasserkreis kann thermos tatisch geregelt werden, so dass der Motor bei Entwurfstemperatur arbeitet.
Heutzutage sind Wärme-
übertrager mit Wasserkasten am beliebtesten. Diese lassen sich direkt an den Motoren anbauen, wodurch das Risiko falscher Installation durch den Schiff- oder Bootsbauer vermieden wird. Bei serienmässig hergestellten Motoren kann der Wärme übertrager eng mit dem Motor gekoppelt werden, es ergibt sich eine attraktive und bequeme kompakte Einheit. E.-J. Bowman® Wärmeübertrager sind Qualitäts erzeugisse aus besten Werk stoffen. Sie sind so konstruiert, dass das Rohrbündel frei gleitend gelagert ist, wodurch nur minimale Wärmespannungen auftreten können. Es lässt sich zu Reinigungszwecken leicht heraus nehmen.
Bei Benzin- oder Dieselmotoren mit Kühlung durch Wärme übertrager werden alle Komponenten im
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Seewasserkreislauf gewöhnlich in Serie angeordnet. Die Getriebe- und Motorölkühler immer auf der
Saugseite der Seewasserpumpe, der Wärme übertrager und das wasser gekülte Auspuffsammel rohr auf der Druckseite. Im Falle von Motoren mit Turboaufladung sollte der Ladeluftkühler das Seewasser
zuerst bekommen, damit die Lufttemperatur so niedrig wie möglich wird. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Seewasseraustritt aus dem Wärmeübertrager an der oberen Seite der Endkappen
erfolgt, damit das Rohrbündel im Betrieb ganz mit Wasser gefüllt ist. Bei Schiffsmotoren versieht man das Auspuffsammelrohr gerne mit einem Wassermantel, um die Temperatur im Maschinenraum
möglichst niedrig zu halten. Liegt das Auspuffsammelrohr
im Seewasserkreislauf, muss es mit dem Seewassereintritt hinten und dem Austritt vorn oben eingebaut werden,
damit im Betrieb eine volle Seewasserführung gesichert ist. Bei Betrieb im Motorwasser kreislauf, muss eine kleine
Beipassöffnung im Thermostaten vorgesehen sein, damit jederzeit etwas Wasser durch das Sammelrohr zirkulieren kann.
Eine interessante E.-J. Bowman® Entwicklung kombiniert ein wassergekühltes Auspuffsammel rohr sowie den Motorwasser wärmeübertrager und das Aus dehnungsgefäss; zu einem Kombikühler. Diese Anordnung eignet sich besonders für kleine, serienmässig hergestellte Motore. Bei diesem System wird das Sammelrohr mit dem
Motorwasser gekühlt, so dass sich durch einfaches Weglassen des Wärmeübertrager-Röhrenbündels und der Seewasserpumpe auch ein kielgekühlter Motor herstellen lässt. Beim Einbau wird in diesem Falle der Motorwasserauslass vom Kühler an die Kielrohre ange- schlossen und der Rücklauf zur Motorwasserpumpe des Motors zurückgeführt.
Kombikühler sind schwerer als gewöhnliche Abgaskrümmer bzw. -sammelrohre und müssen daher unten ggf. mit Hilfe der dafür vorgesehenen Auflager abgestützt werden!
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Bei der Marinisierung von Kraft fahrzeugmotoren für den Bord- gebrauch ist die vorhandene Kreiselpumpe des
Motorwasser- kreislaufes beizubehalten und eine zusätzliche für den See-
wasserkreislauf zu installieren. Diese muss vom selbstansaugen- dem Typ sein, Widerstands- fähigkeit gegen Seewasser- korrosion besitzen und mit suspendierten abreibenden Feststoffen arbeiten können.
Der Durchmesser der See- wasserleitung ist so zu wählen, dass die Geschwindigkeit auf der Saugseite der Pumpe möglichst nicht 2m/s und auf der Druckseite 3m/s überschreitet.
Die für unsere Öl-Kühler und Wärmeübertrager angegebenen Leistungsdaten basieren auf einer, von Klassifikationsgesellschaften wie z.B. dem Germanischen Lloyd vorgeschriebenen, Seewasser temperatur von 32°C. Als minimaler Richtwert empfehlen wir einem Durchfluss von 0,6 Liter je Minute und kW. Zur Verhinderung von Salzab- lagerungen sollte im allgemeinen der Gesamt-Temperaturanstieg des Seewassers auf 20 K begrenzt werden.
Die Grösse des Getriebeölkühlers hängt von der Art der benutzten Kraftübertragung ab, ist jedoch im allgemeinen eine
Nummer kleiner als der Motorölkühler. Auf Wunsch können auch mit Motorwasser gekühlte Öl-Kühler verwendet werden, diese müssen aber wegen der höheren Wasser eintrittstemperatur grösser sein.
Geben Sie beim Bestellen von Geräten bitte den Typ und Leistung des Motors an, dadurch helfen Sie uns bei der Bestimmung des am besten geeigneten Gerätes.
Das Gehäuse-Standardmaterial der Ölkühler und Wärme- übertrager ist Aluminiumguss. Auf der Seewasserseite sind die Wärmetauscher mit CuNi 90/10 Rohren und
Enddeckeln aus Bronze oder Neopren ausgerüstet.
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