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Platten-Wärmeübertrager, Aufbau und Belastbarkeit
Bei geschraubtern Platten- Wärmeübertragern wird das Paket dünner, profilierter Edelstahlplatten zwischen zwei Trägerplatten mittels Spannbolzen, von einer Tragstange zwischen zwei Trägerplatten mittels Spannbolzen, von einer Führungsstange geführt, in Position gepreßt. Im Platten- Wärmeübertrager strömen die Medien, in reinem Gegenstrom.
Die Abdichtung der Platten gegeneinander erfolgt bei sogenannten "gedichteten" Appa- raten durch Elastomerdichtungen.
Der mechanische Aufbau der gedichteten Platten-Wärmeüber- trager gestattet durch die leichte Zerlegbarkeit eine einfache Reinigung und durch Hinzufügen oder Entfernen von Platten bei

Bedarf eine einfache, nachträgliche Leistungsanpassung. Forderungen dieser Art können, wenn überhaupt, bei Rohrbündel- Wärmeübertragern nur umständ- lich und schwer erfüllt werden. Eintritts- und Austrittsanschlüsse sind normalerweise auf der Gestellplatte, in einer Ebene angeordnet.
Das vereinfacht gegenüber bei Rohrbündel-Wärmeübertragern die Verrohrung. Durch die Kombination von mechanisch hochfesten Edel- stahlblechen und sehr elastischen und thermisch belastbaren Dichtungen entsteht ein Platten- paket, welches gegen Vibrationen pulsierende Drücke und thermische Wechsel beanspruchungen äußerst widerstandsfähig ist, ein unschätz-

barer Vorteil gegenüber liegenden und vor allem stehenden Rohrbündel-Wärmeübertrager. Durch diese einzigartigen Merkmale sind Platten-Wärme- übertrager für sehr viele Einsatztzwecke die richtige Wahl wenn es z.B. um schnellste Wassererwärmung und andere Aufgaben, bei denen die Wärmeübertrager stark zyklischen thermischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt sind geht.

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Verschmutzung und Wartung
Alle Wärmeübertrager sind im Betrieb einer gewissen Verschmut zung ausgesetzt. Flüssigkeiten, wie z. B. hartes Leitungswasser und Rohwasser führen oft rasch zu unerwünschten Ablagerungen auf den Heizflächen der Sekundärseite (zu beheizenden Seite). Die Ablagerungen hängen in erster Linie vom Verschmutzungsgrad des Wassers und von der Heizflächen temperatur ab.
Ablagerungen und Verschmut zungen an Heizflächen sind äußerst unerwünscht, weil sie den thermischen Wirkungsgrad in Wärmeübertragern drastisch verschlechtern. Auch diesbezüglich weisen Platten- Wärmeübertrager gegenüber Rohrbündel- Wärme übertragern handfeste Vorteile auf:

Bei Platten-Wärmeübertragern werden durch die erzwungene, stark turbulente Strömung in den Platten-Kanälen Verschmutzungen und Ablagerungen wirkungsvoll verhindert oder zumindest stark verzögert.

Die Folge der möglichen geringeren Heizflächentemperaturen ist die Reduzierung von Ablagerungen auf der Sekundärseite der Heizflächen. Hierdurch werden längere Stand-Zeiten, gleichbleibend gute Wärmeübergänge und damit letztendlich geringere Wartungs- und Betriebskosten erzielt als bei Rohrbündel-Wärmeübertragern. Sollten die Heizflächen dennoch einmal verschmutzt sein, so lassen sie sich bei

Platten-Wärmeübertragern mit weit weniger Aufwand warten und reinigen, als bei Rohrbündel-Wärmeübertrager.

Nicht zu unterschätzen ist auch eine verbesserte Energieausnutzung bei niedrigeren Heizflächentempe raturen und damit niedrigeren Temperaturen auf der Primärseite; gegenüber Rohrbündel-Wärmeübertragern. Dies ist bedingt durch den extrem hohen thermischen Wirkungsgrad, den reinen Gegenstrombetrieb und relativ geringe Kosten für eine Heizflächenvergrößerung durch einfaches Hinzufügen einiger Platten bei gleichbleibender Rahmengröße.

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Thermischer Wirkungsgrad
Die erzwungene turbulente Strömung zwischen den Platten führt zu einer sehr effektiven Wärmeübertragung und damit zu einem ungewöhnlich hohen k-Wert, der den von herkömmlichen Rohrbündel-Wärmeübertragern um das 3 ... 5 -fache übersteigt.

Größen, Gewichte, Rauminhalt
Relativ große Heizflächen auf kleinem Raum untergebracht und extrem hoher thermischer Wirkungsgrad ermöglichen eine Kompaktheit der Platten-Wärmeübertrager, die durch herkömmliche Rohrbündel- Wärmeübertrager nicht

Verhältnisse

Platte

Rohrbündel

Größen

1

7

Gewichte

1

6

Inhalt

1

10

erreicht werden kann. Ähnlich günstig liegen auch Gewichtsverhältnisse und die Inhaltsverhältnisse der Wärmeübertrager.

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Regelverhalten
Geringes Gewicht und geringer Inhalt sowie das für das Regelverhalten von Temperaturregelungen wichtige Verhältnis von Heizfläche zu Inhalt (Innenvolumen) führen beim Platten-Wärmeübertragern zu einer für Temperaturregelungen ungewöhnlich schnellen Regelstrecke mit minimalen Totzeiten. Dadurch ergibt sich eine ideale Anpassung an jede gewünschte Regelaufgabe.

Aufheizzeiten
Der geringere Inhalt der Platten-Wärmeübertrager führt natürlich auch zu sehr kurzen Aufheizzeiten und damit zu einer erheblich schnelleren Bereitstellung. des Sekundärmediums (z.B. Warmwasser), als dies bei Rohrbündel-Wärmeübertragern üblich ist.
Das Aufheizverhalten ähnelt dem von Durchlauferhitzern. Warmwasser- speicher sind deshalb, anders als bei Rohrbündel-Wärmeübertragern, in vielen Fällen entbehrlich.

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.

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Heizflächentemperaturen
Der reine Gegenstrombetrieb der Platten-Wärmeübertrager sowie der extrem hohe thermische Wirkungsgrad und die außerordentliche Flexibilität hinsichtlich der Leistungsanpassung ermöglichen eine minimale mittlere Temperaturdifferenz zwischen Heizmedium und aufzuheizendem Medium.
Hierdurch ergibt sich bei gleicher Leistung eine vergleichsweise niedrige Helzflächentemperatur Rohrbündel-Wärmeübertrager gegenüber.
Die für den störungsfrelen Betrieb von Platten-Wärmeübertragern

erforderliche, relativ niedrige Heizflächentemperatur erlaubt z.B. niedrige Heizdampfdrücke.

Dieser gegenüber Rohrbündel- Wärmeübertragern bestehende Vorteil kann kaum hoch genug eingeschätzt werden.


Es fängt damit an, dass z. B. kein neuer Dampferzeuger angeschafft werden muss, nur weil ein Wärmeübertrager für seine geforderte Leistung einen höheren Dampfdruck als vorhanden benötigt.

Sofern die mengenmäßige Kapazität reicht, können meist vorhandene Niederdruck dampfnetze "angezapft" werden.

Eine mit niedrigem Dampfdruck betriebene Anlage arbeitet sowohl von der Regeltechnik als auch von der thermischen und mechanischen Belastung her erheblich "weicher" als eine Hochdruckanlage.

Anlagenkomponenten für niedrige Nenndruckstufen sind in der Regel kostengünstiger als die für höhere Nenndruckstufen.

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Prüf- und Zertifizierungsaufwand
Der ohnehin kleine Inhalt der Platten-Wärmeübertrager mutipliziert mit niedrigen Dampfdrücken ergibt in der Regel ein so niedriges Druck-Inhaltsprodukt, dass Prüf- und Zertifizierungsaufwand gemäß der europäischen Druckgeräte-Richtlinie (DGRL) automatisch minimiert werden.                                                      Quelle:  spirax sarco CALORIE Heft 70 2000

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